Dänemark

Zehn Tage Dänemark bedeuten: Sonne pur, viele Strände, schöne, pittoreske Städte mit langen Fussgängerzonen und kleinen süßen Hafenanlagen, gutes dänisches Bier und eine Hauptstadt, in der fleissig die Infrastruktur erneuert wird (neue U-Bahn). Dänemark muss ein ungemein sicheres Reiseland sein, es gibt kaum Polizei. Parken ist meistens kostenlos, man muss nur auf die Parkzeiten achten.

10 Tage Rundreise

Die Rundreise startete mit einer Fährüberfahrt von Rostock nach Gedser. Wer übrigens ein paar Kilos mehr drauf hat, sollte eine schlanke Person das Auo parken lassen, sonst kommt er da nicht mehr raus. Empfehlenswert ist wegen der Enge auch nicht mit dem neuesten Auto auf die Fähre zu fahren, Türrempler sind quasi vorprogrammiert. Die Überfahrt dauert 2 Stunden und die Fähre landet in Gedser, Falster. Nachfolgend ein paar Highlights der Tour.

Die erste Station ist Maribo. Maribo selbst ist ein netter Ort, und der anliegende Naturpark mit seinen Seen lädt zum Verweilen ein, aber eigentliches Highlight ist der nördliche gelegene Knuthenborg Safari-Park, wo wilde Tiere aus dem Auto beobachtet werden können. Unter den Wildtieren sind tatsächlich auch Tiger, und hier ist es besonders ratsam, im Auto zu bleiben.

Weiter geht es nach Nakskov. Nakskov hat seinen touristischen Zenit bereits überschritten, und so ist der Hafen nur noch etwas für einheimische Seefahrer. Als eine der wenig übrig gebliebenen Attraktionen gibt es eine Tour mit einem Postschiff auf vorgelagerte Inseln, die war aber ausgebucht (Reservierung notwendig). Nykobing hat eine nette Fußgängerzone. Hier nur kurzer Aufenthalt. Weiter gehts nach Stubbekøbing, hier kann man mit einer kleinen Fähre nach Bogø übersetzen und dann weiter zur Insel Møn fahren. Eigentlich wird die Fähre nur noch von Passanten und Radfahrern genutzt, da es weiter westlich eine Autobrücke gibt.

Insel Møn

Nächste Station ist die Insel Møn. Die Insel liegt ein wenig abgelegen und strahlt eine besondere Ruhe aus. Leider ist diese Insel auch deswegen touristisch gut besucht. Erster Stop auf der Insel ist die pittoreske Stadt Stege. Von der Hauptstraße führt ein Weg in Luffe’s Gard. Dort bietet die lokal bekannte Brygehuset Bierbrauerei eine Bierverköstigungen und hervorragendes Essen an. Weiter westlich beeindrucken bis zu 120m hohe Klippen an der Küste, die erst nach Bezwingen einer 500-stufigen Treppe bestaunt werden können. Die Klippen sind ein großer Touristenmagnet, die Insel ist ein beliebtes Ausflugsziel. In der Nähe befinden sich noch hübsche Kalksteinkirchen mit schön Wandmalereien. Danach Zwischenstop in Præstø, Seeland. Ein kleines Städte-Juwel.


Haupstadt Kopenhagen

Nächster Halt ist die Hauptstadt Kopenhagen. Die Stadt bietet viele Hightlights, die auf den üblichen Reiseseiten gut beschrieben sind. Einziger Wehrmutstropfen sind die umfangreichen U-Bahnarbeiten, die das Stadtbild aktuell stark beeinflussen. Diese dauern wohl noch 5 Jahre an. Wir fahren die 152 nördlich von Kopenhagen Richtung Helsingør. Diese Straße ist viele Kilometer entlang der Küste ist wie eine „Zehlendorfer Elbchaussee“, wo es Villen und Bademöglichkeiten gleichermaßen gibt. Auf dem Weg befindet sich auch eine futuristisch gestylte Tankstelle.

Weiter geht es zum Dom von Roskilde. Der ist inzwischen Weltkulturerbe und absolut beeindruckend. Hier werden seit dem Mittelalter die dänischen Könige und Königinnen begraben. Der Dom hat ein eigenes Museum, und unzählig verwinkelte Gänge, so kommt ein bisschen Indiana Jones Feeling auf.

Wer sich zwischendurch fragt, womit Dänen eigentlich ihr Geld verdienen, schließlich bauen sie keine Autos, und nennenswerte IT machen sie auch nicht. Es ist zum einen der Tourismus, zum anderen sagen die vielen hässlichen Betongetreidesilos, Mähdrescher und Traktoren „wir können Landwirtschaft“. Dazu kommt dänisches Design, das man in Schaufenstern in Form von Lampen, Brillen oder ähnlichem bewundern kann. Das Erdöl dient überwiegend der Selbstversorgung, wird aber auch verkauft.


Insel Fünen

Die Altstadt von Odense auf der Insel Fünen ist leider ein wenig zerfurcht, so gibt es kein abgetrenntes Stadtzentrum, wo man als Fußgänger flanieren kann. Aber Odense, die Stadt von Dichter und Schriftsteller H.C. Andersen, hat auch seine Highlights. Weiter südlich liegt das Schloss Egeskov. Das Schloß hat eine interessante Geschichte hinter sich. In den 70er Jahren reichten die Erträge aus der Landwirtschaft nicht mehr, die 65 Angestellten zu bezahlen. Kurzum funktionierte der Schlosseigentümer das Schloss zu einem Erlebnispark um. Der Park wurde stetig ausgebaut und erfreut sich heute großer Beliebtheit erfreut. Weiter geht es zum Schloss von Kolding, das eigentlich eine Burg ist. Im Schloss ist ein großes Museum, in dem man lange verweilen kann.

Vorletzte Station ist die Stadt Esbjerg. Die Stadt ist geprägt von einer weitreichenden Hafenanlage, die einst Fischerbooten diente, und heute eher Versorgungssstandort für die umliegenden Ölbohrinseln ist, nachdem die Fischerei immer weiter zurückging. Neben der bekannte Skulpturengruppen (Mensch am Meer) hat Esbjerg auch noch eine lange Fußgängerzone. Der Hafen war diese Tage zudem ein besonderes Highlight, da es in diesen Tagen Zielhafen für das Tall Ships Race 2014 war. So konnten zahlreiche einlaufende Großsegelschiffe bestaunt werden.


Insel Mandø

Abschließend ging es auf die Insel Mandø. Eigentlich hieß es, die vorgelagerte Insel ließe sich nur bei Niedrigwasser mit einem Traktor ziehenden Anhänger überqueren. Aber als wir die Tour machten, mussten wir feststellen, dass man auch mit eigenem PKW auf die Insel hätte fahren können. Nach unserem Eindruck ist die Insel nur bei extremen Hochwasser nicht zu erreichen. Dennoch verbrachten wir dort einen schönen Tag im Watt der Nordsee, und bewunderten die restaurierte und die älteste erhaltene Windmühle ganz Jütlands (s. Titelfoto).

Dänemark ist ein tolles aber auch preisintensives Urlaubsland, wir kommen gerne wieder!

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