Wir sind mit der Maus als Eingabegerät groß geworden. Trackball, Trackpad, Pencil und selbst das Loupedeck konnten uns bis jetzt nicht überzeugen, um mit Lightroom zu arbeiten. Wir sind bei der Maus geblieben, und stetig auf der Suche nach dem perfekten Eingabegerät.

Eingabegeräte für Lightroom

Die meisten Erstnutzer von Lightroom nutzen die vorhandenen Eingabegeräte: Maus und Tastatur. Mit dem Ziel, effizienter zu arbeiten, steigt die Neugierde meist etwas neues auszuprobieren.

Loupedeck

Es ist 2017 und ein paar findige Lightroomnutzer erinnern sich an die Zeit von Hifi-Geräten: Was war das noch eine Zeit, bei dem es sich mit einem Drehrad präzise die Lautstärke einstellen ließ. Und schwupps war das Loupdeck geboren. Eine Bildbearbeitungskonsole mit Drehregler und Knöpfen für Bildbearbeitungsprogramme wie Lightroom, Aurora HDR, Capture One und Premiere Pro in der Neuauflage Loupedeck+. Wir waren anfangs begeistert von der Idee, aber je mehr wir über die Nutzung im Alltag nachdachten, umso weniger konnten wir uns vorstellen, schneller als mit einer Maus Bilder in Lightroom zu bearbeiten. Außerdem wollten wir unseren Tisch nicht weiter mit einem zusätzlichen Eingabegerät belegen. Wir glauben auch, dass es eher eine technische Spielerei ist, bei der es „Spaß macht“, die Drehregler zu bedienen, ohne einen Performancegewinn in der täglichen Bildberarbeitung zu verzeichnen. Weil wir auch nicht solche riesigen Bilddatenmengen zu bewältigen haben, und weil wir von den unterstützten Programmen tatsächlich nur Lightroom nutzen, haben wir das Loupedeck nicht ausprobiert und können uns kein Urteil erlauben. Hier und hier sind ganz interessante Berichte. Inzwischen gibt es auch das Loupedeck CT und das Loupedeck Live, die zu teilen ganz andere Anwendungsmöglichkeiten haben.

Unsere Maus bisher – einfach, kabelgebunden, 10 Jahre auf dem Buckel

Wir mögen kompakte Mäuse, mit einer guten Ergonomie, wenigen Tasten, präzise, und kabelgebunden, damit es zu keiner zusätzlichen Verzögerungen über die Funkstrecke kommt. Kabelgebundene Mäuse haben auch den Vorteil, dass sie leicht sind, da kein zusätzlicher Akku benötigt wird. Der Akku kann damit auch nicht schlapp machen. Zudem sollte sich die Maus möglichst widerstandslos über die meisten Oberflächen führen lassen. Wir haben deshalb lange Zeit mit der Saitek Notebook Optical Mouse gearbeitet, die leider nicht mehr lieferbar ist.

Seenda kompakte BlueTooth Mouse – ein günstiger Funkersatz

Auf der Suche nach Bestenlisten und Testsieger haben wir meist Gaming-Mäuse gefunden, die zudem noch recht groß sind. Wir haben eher eine mittelgroße Hand und sind auf der Suche nach einer kompakten Maus. Sonst wären wir auch mit einer kompakten Notebookmaus jahrelang nicht so gut klar gekommen. Im übrigen auch ohne irgendwelche Handgelenksbeschwerden. Wir haben uns dann für die Seenda BT Kompaktmaus entschieden. Mit etwa 17 EUR ist die Maus vergleichsweise günstig. Doch was kann die Maus gut und was nicht:

Das hat uns gut gefallen

  • Ergonomie. Liegt gut und kompakt in der Hand.
  • Handling & Gewicht. Mit 68g recht leicht. Lässt sich ebenso leicht über verschiedene Oberflächen bewegen, mit wenig Kraftaufwand.
  • Mausrad. Läuft gut. Der Widerstand könnte ein wenig höher sein, aber damit lässt sich leben.
  • Preis. Ein sehr gutes (unschlagbares) Preis-Leistungsverhältnis.
  • Druckpunkt. Ist angenehm und gut eingestellt
  • Sehr leise Maustasten. Wer ein deutliches, helles Klicken der Mikrotasten gewöhnt ist, der wird sich hier Umgewöhnen müssen. Das übliche „Mausklick“ ist sehr dezent, und niederfrequenter. Wir finden es sehr angenehm, und haben uns schnell daran gewöhnt. Gut auch geeignet für Großraumbüros.

Das hat uns weniger gefallen

  • Funkstrecken. Das Umschalten zwischen den einzelnen Funkstrecken hakt manchmal, und das ist ärgerlich. Wer also schnell zwischen unterschiedlichen Geräten umschalten möchte, wird manchmal enttäuscht, und das nervt.
  • Die Taste unter dem Mausrad. Die wird sich immer langweilen. Die ist an einer Stelle, wo wir zumindest nicht intuitiv hinlangen.

Logitech MX 3 Anywhere – ist der Mercedes wirklich besser?

Aus Neugierde wollten wir schauen, wie sich eines der Testsieger und der am höchsten gelobten Kompaktmäuse in einem Praxistest verhält. Wir haben deshalb von dem langjährigen Marktführer die Logitech MX Anywhere 3 als PC Version gekauft. Hat die High-End-Maus, die immerhin aktuell 64 EUR fast viermal soviel wie die Seenda kostet, das Zeug als unverzichtbares, schnelles, präzises Eingabegerät für Lightroom zu werden. Wo hat die Logitech Maus ihre Stärken und wie verhält sie sich gegenüber der Seenda Maus:

Das hat uns gut gefallen

  • Ergonomie. Liegt gut und kompakt in der Hand. Die Tasten haben einen guten Druckpunkt, und liegen auch für den Daumen dort wo sie sein sollten.
  • Handling & Gewicht. Sie wirkt in der ersten Anwendung recht schwer, und damit behäbig. Gefühlt ist sie doppelt so schwer wie die Seenda, in Wirklichkeit ist es nur 1/3 mehr mit 95g. Das Mausrad gefällt uns besonders gut, mit der Möglichkeit die Scrollstärke über einen Magneten einzustellen. Bei schnellem Scrollen geben die Magnete frei und irgendwie fühlt sich diese Funktion richtig an. Das diskrete Rollen lässt sich mit dem Knopf unter dem Scrollrad schnell umstellen. Wir finden das Scrollrad ziemlich perfekt, und hier zeigt sich die große Erfahrung von Logitech.
  • Die Haptik ist sehr angenehm. Das Scrollrad ist aus Aluminium (?) und die Riffelung ist schön und passend ausgeführt. Auch der Kunststoff fühlt sich hochwertiger als bei der Seenda-Maus an.
  • USB-C Anschluss ist vorne, und so lässt sich die Maus auch im Zustand des Aufladens mit dem Kabel weiter nutzen.
  • Sehr präzise Bewegung des Pfeils.

Das hat uns weniger gefallen

  • Klickgeräusch. Ist sehr hell und recht laut. Hier patzt die Logitech-Maus. Für Großraumbüros ungeeignet.
  • Logitech-Software. Die war schon immer gräßlich – optisch – weil sie sich überhaupt nicht an das übrige Design des Betriebssystem anpasst. Dafür gibt es einen kräftigen Abzug.

Es lohnt sich die PC Variante zu kaufen, da die Mac-Variante scheinbar nur Einschränkungen besitzt – und das bei einem gleichen Preis.

Fazit

Mäuse gibt es wie Sand am Meer. Da es auch unterschiedlich große Hände gibt, und die Bedürfnisse in der Nutzung der Eingabegeräte für die Programme auch unterschiedlich sein kann, lässt sich nur schwierig eine allgemeine Empfehlung geben. Zumindest zu den beiden von uns getesteten Mäusen ist eine Fazit möglich.

Mit Interesse haben wir die Seenda und die Logitech Maus in der Praxis ausprobiert. Die Seenda Maus können wir empfehlen. Das Preis-Leistungsverhältnis lässt sich kaum schlagen, die Maus ist zuverlässig und liegt gut in der Hand. Lediglich bei der Benutzung mehrerer Geräte ist das Umschaltverhalten nicht ideal. Die Logitech MX Anywhere 3 ist sehr gut verarbeitet, scheint aber recht schwer vom Gewicht. Das Klickgeräusch der Tasten ist uns zu laut. Der Preis ist für das Gebotene in Ordnung – im Direktvergleich zu der Seenda dann aber doch recht teuer.

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